Call for Posters: Verwobene Normativitäten
Poster Session der Tagung „Verschränkte Normativitäten im digitalen Wandel: Technik, Gesellschaft und die Gestaltung des Rechts“
Zeigen Sie Ihre Forschung dort, wo über Recht, Technik und Gesellschaft verhandelt wird.
Wie viel technischer Wandel lässt sich normativ steuern? Wie verändern sich Recht, Ethik und soziale Normen selbst, wenn ihre Entstehung, Vermittlung und Durchsetzung digital vermittelt werden? Diese Fragen entscheiden sich in keiner Disziplin allein. Mit einem Poster diskutieren Sie Ihr Projekt im Zentrum des Programms mit Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen, die zu genau diesen Fragen forschen und entscheiden: u. a. Möllers (HU Berlin), Nassehi (LMU München), Paulus (Bundesverfassungsrichter a. D.), Schlögl-Flierl (Deutscher Ethikrat), Foblets (MPI für ethnologische Forschung), Vec (Universität Wien), Hansen (Landesdatenschutzbeauftragte Schleswig-Holstein) und Bubnys (Europäische Kommission).
Was Sie davon haben. Sichtbarkeit vor Expert:innen des Feldes statt in einem Parallelpanel; substanzielles Feedback im direkten Gespräch am Poster sowie eine kurze schriftliche Rückmeldung zu Ihrem Abstract; ein zitierfähiges Peer-Review-Verfahren; Vernetzung mit Promovierenden aus ganz Europa; kostenfreie Teilnahme an beiden Tagen. Ggf. die Veröffentlichung des Posters auf unserer Website.
Wer sich bewerben kann. Promovierende aus Rechtswissenschaft, Science and Technology Studies, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Ethik, Geschichte, Informatik und Ingenieurwissenschaften mit gesellschaftswissenschaftlicher Fragestellung, Design-, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie weiteren und interdisziplinären Fächern. Entscheidend ist nicht das Fachetikett, sondern der Beitrag zum Verhältnis von Normativität und Technik. Der Stand der Promotion spielt keine Rolle: Exposés, frühe Skizzen und erste Zwischenergebnisse sind ebenso willkommen wie Arbeiten kurz vor dem Abschluss; auch berufsbegleitende Promotionen sind eingeladen.
Vom großen Bild bis zur Fallstudie. Willkommen sind grundlegende und konzeptionelle Beiträge (Theorien der Normativität im technischen Wandel, Legitimation und Rechtsstaatlichkeit digitaler Steuerung, Verhältnis rechtlicher, ethischer, sozialer und technischer Normen, Automatisierung der Normanwendung, interdisziplinäre Methodenfragen) ebenso wie spezifische, angewandte und empirische Arbeiten (KI-Verordnung und Datenschutzrecht in der Anwendung, Plattformregulierung, digitale Verwaltung und Justiz, Predictive Policing, Gesundheitsdaten, technische Normung, Nachhaltigkeit, Fallstudien zu einzelnen Technologien, Behörden, Entscheidungen oder Regulierungsprozessen). Bitte ordnen Sie Ihren Beitrag einer der drei Leitfragen zu: (1) Inwiefern ist der technische Wandel normativer und insbesondere rechtlicher Steuerung zugänglich? (2) Inwiefern müssen sich normative Ordnungen, allen voran das Recht, selbst verändern? (3) Welche Potenziale und Risiken birgt die technische Transformation von Normativität und Recht?
Ablauf. Jede Session beginnt mit Lightning Talks: max. 90 Sekunden und eine Folie pro Poster; Rückfragen folgen nicht im Plenum, sondern im Gespräch am Poster. Tag 1 (Deutsch, 5. November): Pitch-Session 16:15–16:35, Postersession ab 16:35 bis in den Apéro riche. Tag 2 (Englisch, 6. November): Pitch-Session 11:20–11:40, Postersession 11:40–12:35 vor der Mittagspause. Poster hängen an beiden Tagen aus; die Postersprache bestimmt den Pitch-Tag.
Peer Review und Auswahl. Jedes anonymisierte Abstract wird von zwei Mitgliedern des Auswahlgremiums unabhängig begutachtet, Abweichungen werden im Gremium diskutiert. Kriterien: thematische Passung, wissenschaftliche Qualität, Originalität, Klarheit und Diskussionspotenzial für ein interdisziplinäres Publikum. Alle Einreichenden erhalten bis Anfang Oktober 2026 eine kurz begründete Rückmeldung; interdisziplinäre Beiträge werden von Gutachtenden verschiedener Fächer gelesen.
Poster. DIN A0, Hochformat, selbst ausgedruckt und mitgebracht. Empfehlung: zwei bis drei Kernbotschaften, Textkörper mind. 24 pt, großer selbsterklärender Titel, mehr Abbildungen als Fließtext. Ihr Poster sollte auch ohne Ihre Anwesenheit in wenigen Minuten verständlich sein.
Fragen an lst@sot.tum.de. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Promovierende aller Fächer und Promotionsphasen aus Deutschland und Europa, die zu Technik und Gesellschaft forschen.
Über das Online-Formular. Dort trägst du deine Angaben ein und fügst dein Abstract ein.
Ein anonymisiertes Abstract (max. 300 Wörter) mit Titel sowie Angaben zu Person, Fach, Leitfrage und Postersprache.
Nein. Für die Bewerbung genügt das Abstract. Das Poster erstellst du erst nach der Zusage.
19. September 2026.
Deutsch oder Englisch. Deutschsprachige Poster werden am 5. November präsentiert, englischsprachige am 6. November.
Eine kurze Vorstellung deines Posters (60 bis 90 Sekunden) vor dem Plenum. Danach folgt der Austausch an den Postern.
Nichts. Die Teilnahme an der gesamten Tagung inkl. Verpflegung ist kostenfrei. Reisekosten werden nicht erstattet.